Neues Heft Das Waldviertel (1/2012) mit einem Leitartikel über den Waldviertler Marmor

 


Die Besonderheiten des Waldviertler Marmors sind Gegenstand eines Beitrages von Rosemarie Wiesinger und Andreas Rohatsch. Seit 1850 ist der Abbau von Marmor in der Region Kottes dokumentiert. In den 1930er Jahren waren bis zu 100 Menschen im dortigen Steinbruch beschäftigt und der abgebaute Marmor erlangte überregionale Bedeutung als Werk- und Dekorstein. Anhand von technischen Simulationen des Verwitterungsprozesses zeigten Rohatsch und Wiesinger auf, dass sich der Waldviertler Marmor über lange Zeit als verwitterungsbeständig erweist.

Das Archiv des Waldviertler Heimatbundes wurde im Stadtarchiv Horn in den Jahren 2006 bis 2011 geordnet. Über diesen Bestand zur Vereinsgeschichte berichten Rudolf Malli und Erich Rabl. 66 Archivkartons und eine Bildersammlung stehen nun der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung.


Harald Hitz skizziert den Ersten Weltkrieg aus der Sicht eines Waldviertler Volksschuldirektors. Anhand des Familiengedenkbuches geht Hitz Fragen über die damalige Informationsbeschaffung nach. Was konnten „normale“ Bürger über die Hintergründe der Politik und über den Krieg wissen? Woher bezogen sie Informationen? Hitz belegt, dass die Menschen im Waldviertel sehr genau über die Geschehnisse in den Kriegsjahren Bescheid wussten.

Der Marchstein am Grenzwald ist Thema von Manfred Linsbauers Aufsatz. Er weist darauf hin, dass diesem Grenzstein, der die Grenze zwischen Langau und Schaffa 1670 festsetzte, heute nur mehr wenig Beachtung geschenkt wird. Und doch kann er ein Symbol für „Grenzüberschreitung“ an der österreichisch-tschechischen Grenze werden.

Wilhelm Groß war ein Zeitzeuge beim Thronfolgerbegräbnis Franz Ferdinands und Sophie von Hohenberg in Artstetten. Anhand seines Lebenslaufes gibt Markus Holzweber die Erinnerungen dieses Zeitzeugen an die Tage des 4. Juli 1914 wieder und vergleicht diese mit der zeitgenössischen Berichterstattung

Den Orgeln der Basilika Maria Taferl widmet sich Gottfried Allmer. Gekonnt zeigt er die Entwicklung der Orgel im Laufe der Jahrhunderte. Die erste Orgel erhielt Maria Taferl schon 1666. Im Zuge einer Gesamtrestaurierung der Basilika wurde nun auch die Orgel saniert. Das Gehäuse von 1760 sowie Pfeifen und Windladen aus 1910 blieben erhalten. Auch das romantische Klangbild der Orgel von 1910 konnte im Zuge der Renovierung zu neuem Leben erweckt werden.

Waldviertler Kulturberichte und Buchbesprechungen ergänzen das 96 Seiten starke Heft (1/2012). Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet 8 Euro.

Bezugsadresse ist die Redaktion „Das Waldviertel“ unter 3580 Horn, Postfach 1 oder 02982/3991 (Dr. Erich Rabl, ab 15 Uhr) oder E-Mail: e.rabl@aon.at.

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