Arbeitskreis BioImkerInnen

 Am 27. Jänner 2012 fand das diesjährige erste Treffen des Arbeitskreises der Bio-ImkerInnen und Interessierten der Bioimkerei im Waldviertel statt. 

 


 Mit Dank veröffentlichen wir hier den Bericht einer Teilnehmerin:

 

Der Einladung des Waldviertler Regionalmanagements folgend war ich ins wunderschöne winterliche Waldviertel gereist und hab wieder viel Neues über Imkerei und Randgebiete zu hören bekommen. Es freut mich immer wieder, dass Imkerei ein unerschöpfliches Thema ohne Ende und Anfang ist.

Bei der Führung durch die Bio-Imkerei Holzweber wurden  kleine Geheimnisse und Tricks uns kleinen Imker verraten sowie wie man sich manches einfacher oder leichter machen kann. Danke nochmals - es war total schön, auch im Winter ein bissl was über Bienen zu sehen bzw. hören - ich hab den Duft von so viel Wachs, Holz usw. echt vermisst :)

 

Beim Zusammensetzen im Gasthaus Mathe brachten einem Probleme in der Landwirtschaft, allgemein schlechtere Bedingungen für Insekten, verschiedene Überlegungsansätze der Bioimker erneut ins Grübeln - gehen wir doch im Wiener Raum/Weinviertel immer davon aus, dass die Welt im Waldviertel noch heil und unverbraucht ist.

 

Doch auch hier fehlen Blütenvielfalt, Imker, Bienenvölker und Wildbienen, machen neue Bienenkrankheiten, Bienenverluste und Einsatz von Pestiziden unbekannter Herkunft oder Zusammensetzung zu schaffen und uralte Kulturlandschaften in ihrer bisherigen Form verschwinden zusehens. Wie wir die Welt aus Kindertagen kennen, so gibt es sie nicht mehr und das ist rückblickend sehr schade. Mir scheint, dass die Überlegungen und Arbeitsweisen der Altvorderen langfristig und für Generationen gut durchdacht aber auch für die Natur weitgehend ausgewogen verliefen.

 

Aus Erfahrung in meinem kleinen Umkreis hiezu kann ich nur sagen, dass man seine Mitmenschen als Bienenhalter sehr wohl auf sensibleren Umgang mit der Natur aufmerksam machen kann. Wir versuchen Nachbarn, Freunde und Arbeitskollegen seit Jahren durch geschenkte Pflanzen, gemeinsamen Ausbringen von Sämereien, Besuch von besonderen Veranstaltungen (Arche Noah-Pflanzentauschtag 1. Mai in Schiltern bzw. vorher in Wien Bot. Garten), Setzen von „Geburtstagsobstbäumen“ usw. zu mehr Verantwortung und neuen Betrachtungsweisen zu animieren – und der stete Ansporn gibt einem recht. Anlässlich eines runden Geburtstages pflanzten wir mit Genehmigung der Gemeinde einen Baumkreis - mit 21 Bäumen - in Bienenstocknähe - er ist inzwischen gut besucht von Mensch und Tier! Seien es jetzt die Nützlingshotels, die Elsbeere und der Speierling im Garten, Kräuterspiralen oder Kräuterblumenkisterl am Balkon, das sorgfältigere Einkaufen von Lebensmitteln (schau was drauf steht und woher es kommt – nicht nur beim Honigkauf) sowie Aufmerksammachen auf aktuelle Veranstaltungen, Kurse und Vorträge in Bezug auf Umwelt, Bienen, Kräuter - es macht hellhöriger und aufmerksamer.

Im Imkerverein versuchen wir seit Jahren, unseren durch Öffentlichkeitsarbeit, durch aktives Vereinsauftreten am Tag des off.Bienenstocks, Oster-, Advent- und anderen Veranstaltungen auf uns aufmerksam zu machen. Als Verein sind stets ein paar der Ortsgruppe vertreten und es macht Freude mit Interessierten über das Naturprodukt Honig und dessen unendliche Vielfalt, Bienenhaltung, Wildbienen, Obstgehölze etc. zu plaudern. Gibt es Veranstaltungen geben wir das in regionalen Zeitungen bekannt – bisweilen auch, dass wir Imkertreffen haben – denn viele wissen nicht wo anfangen mit der Imkerei - seither wir haben jedes Jahr 1-2 Pers. Neuzuwachs im Verein (allerdings hat unser Verein monatliche Treffen, die vieles leichter machen)

 

Ich für meinen Teil werde versuchen, einen der vielen Kurse in Edelhof zu ergattern bzw. bei einer der nächsten Veranstaltungen im Waldviertel neues über Bienen und Imker zu erfahren sowie mehr Werbung für den Waldviertler Biohonig zu machen (brauche Adressen!).

 

Über Neuigkeiten und Informationen freu ich mich jederzeit, Veranstaltungstipps würd ich weiterleiten.

 

Mit bienenfreundlichen Grüßen sowie herzlichen Dank für das eben erhalten informative Schreiben bzw. Fotos verbleibt Gabi Divis

 

 

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