RAINBOWS-Gruppenstart

Eigentlich hat mein Leben keinen Sinn mehr…
„…, wenn die Mama und der Papa nicht zusammenbleiben“, sagt Anna, 8 Jahre alt (Name geändert) in ihrer erste RAINBOWS-Stunde: Ihre Eltern haben sich getrennt und für sie ist eine Welt zusammengebrochen. Nicht alle Kinder reagieren so heftig auf eine Trennung, aber in allen Kindern löst der Verlust der ursprünglichen Geborgenheit im Zusammenleben mit beiden Elternteilen starke Gefühle aus: Verzweiflung, Wut, Ohnmacht, Angst, Schuldgefühle, Irritation, Traurigkeit bis hin zu depressiver Verstimmung und schließlich die Sehnsucht und Hoffnung, es würde doch wieder alles „gut“ werden und die Eltern würden sich versöhnen. Bei RAINBOWS lernt Anna andere Kinder in ihrem Alter kennen, denen es ähnlich geht wie ihr. Aber jedes Kind geht mit seinen Schwierigkeiten in der neuen Lebenssituation anders um – dadurch lernen die Kinder voneinander. In der RAINBOWS-Gruppenleiterin hat sie eine neutrale Vertrauensperson, die sie dabei unterstützt, alle Gefühle und Nöte auszudrücken, Bedürfnisse zu verbalisieren und das Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Viele Kinder – wie Anna – glauben, dass sie an der Trennung, am Auszug eines Elternteils, am Scheitern der elterlichen Beziehung „schuld“ sind. Diese Last drückt sehr auf das Selbstbewusstsein der Kinder und trübt ihre Lebensfreude. Bei RAINBOWS lernen die Kinder, dass sie nicht für die Trennung verantwortlich sind.


Sebastian, 10 Jahre alt (Name geändert) „schleppt“ sich mit dem Problem herum, dass es doch „eigentlich“ keine Probleme gibt, denn beide Eltern haben wieder neue Partner und die Eltern streiten auch nicht mehr bei jeder Gelegenheit. Trotzdem stört es Sebastian, dass sein Stiefbruder immer dabei ist, wenn er bei seinem Vater ist. In der RAINBOWS-Gruppe traut er sich seinen Ärger zu artikulieren, er gesteht, dass er manchmal richtig bös und eifersüchtig wird, obwohl es eigentlich keinen „richtigen“ Grund dafür gibt. Deshalb will er seinem Papa auch nichts sagen. Die anderen RAINBOWS-Kinder bringen ihre Erfahrungen ein, sie sind in ähnlicher Situation, manche mit vertauschten Rollen. So kann Sebastian verschiedene Perspektiven kennenlernen und neue Ideen entwickeln, wie er sich verhalten kann.


Kinder haben oft sehr feine „Sensoren“ für die Stimmungen und die Haltungen der Menschen, die sie lieben. Und daher achten sie oft zu sehr darauf, was andere von ihnen erwarteten. Bei RAINBOWS haben Kinder die Möglichkeit auch jene Themen anzusprechen, mit denen sie zuhause Mama oder Papa kränken könnten. 


Die Kindergruppen sind altershomogen zusammengesetzt. In 14 wöchentlichen Gruppentreffen unter der Leitung einer qualifizierten RAINBOWS-Gruppenleiterin werden nach einem bewährten Konzept wichtige Themen in Zusammenhang mit Trennung oder Scheidung altersgerecht und kreativ bearbeitet. Begleitend gibt es 3 Elterngespräche, in denen die Eltern erfahren, was sie tun können, um ihr Kind durch die stürmische Zeit zu begleiten.

RAINBOWS-INFORMATIONSABEND
Der nächste Informationsabend findet am Donnerstag, 27. September 2012, 18.00h in der Pfarre Horn, Thurnhofgasse 19 in Horn statt. Freier Eintritt! Anmeldung erbeten.


GRUPPENSTART


Die nächsten RAINBOWS-Gruppen Trennung/Scheidung im Waldviertel starten im Oktober in Horn - Krems - Zwettl - Waidhofen/Thaya – Gmünd.


Anmeldungen sind online bis 30. September 2012 möglich: http://www.rainbows.at/bundeslaender/noe_west/kontakt/anmeldung_rainbows_gruppe.php

Nähere Informationen erhalten Sie auch bei der Landesleitung NÖ-West, Mag. Marion Wallner, 0650/6730827, noe-west@rainbows.at, www.rainbows.at


Auch nach dem Tod eines geliebten Menschen, begleitet RAINBOWS die betroffenen Kinder.
„Meine Schwester ist nun ein Schmetterling“, meinte Jakob, 6 Jahre, (Name geändert) und blickte seiner RAINBOWS-Betreuerin tief in die Augen. Dann sagte er: „Mama glaubt mir nicht, sie sagt das gibt es nicht. Das macht mich wütend. Ich weiß aber, dass Du mir das glaubst, weil ich es in Deinen Augen sehen kann“.


Bei RAINBOWS sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geschult, das kindliche Erleben und kindliche Erklärungsmodelle über Leben und Tod nachzuvollziehen. Sie begleiten Kinder, die vom Tod naher Bezugspersonen betroffen sind durch die Zeit der Trauer, sodass diese wieder neuen Lebensmut finden

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