Europaregion Donau-Moldau gegründet: Trilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Forschung, Bildung und Tourismus als Mehrwert für die Menschen

 


Landesrätin Mag. Barbara Schwarz: „Die Zusammenarbeit in
Zukunftsweisenden Bereichen stärkt unsere Region und eröffnet unseren Bürgern neue Chancen."



Die Vertreter aller sieben Partnerregionen der Europaregion Donau-Moldau (EDM) haben heute die Statuten der Europaregion unterzeichnet und damit deren Gründung vollzogen. An der Europaregion Donau-Moldau sind folgende sieben Regionen beteiligt: das Land Oberösterreich, das niederösterreichische Most- und Waldviertel, die tschechischen Kreise Südböhmen, Pilsen und Vysočina, die Oberpfalz und Niederbayern mit Altötting. Landeshauptmann Josef Pühringer und Europalandesrat Viktor Sigl sehen große Chancen in der nun beschlossenen engeren Zusammenarbeit mit den Partnerregionen in Deutschland und Tschechien: „Durch die trilaterale Kooperation in den Bereichen Wirtschaft, Innovation, Infrastruktur, Bildung und Tourismus können wir uns den Herausforderungen der Zukunft wie dem demografischen Wandel, der Veränderung des Arbeitsmarktes und dem wachsenden Energiehunger gut vorbereitet stellen. Mit der Europaregion kann sich Oberösterreich außerdem als starker Partner der europäischen Politik positionieren und noch stärker von der EU profitieren.“



vlnr: Landrat Ludwig Lankl, Bezirkstagspräsdient Oberpfalz Franz Löffler, Staatsministerin Emilia Müller aus Bayern, Landesrat Viktor Sigl, Landesrätin Barbara Schwarz (NÖ), Kreishauptmann Mag. Jiri Zimola (Südböhmen), Vizehauptmann der Pilsner Region Ivo Grüner, Kreisrat Martin Hyský

vlnr: Landesrat Viktor Sigl, Staatsministerin Emilia Müller, Kreishauptmann Mag. Jiri Zimola

 
Die politischen Vertreter der Partnerregionen freuen sich ebenfalls über die jetzt besiegelte Zusammenarbeit in der EDM. Ludwig Lankl, Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau: „Der Austausch zwischen den Regionen eröffnet uns Möglichkeiten zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, die wir als einzelne Regionen nicht hätten.“ Die niederösterreichische Landesrätin Barbara Schwarz betont: „Die trilaterale Zusammenarbeit macht in verschiedensten Bereichen Sinn für alle Beteiligten. Etwa wenn es um grenzüberschreitende Infrastrukturmaßnahmen oder Ausbildungswege für die Jugend geht.“
„Für die Bevölkerung soll die Europaregion einen spürbaren Nutzen bringen, etwa durch intensivere Zusammenarbeit im Bereich des Arbeitsmarktes“, so Franz Löffler, der Bezirkstagspräsident der Oberpfalz. Der Hauptmann des Kreises Südböhmen, Jiří Zimola, erwartet sich von der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Europaregion ebenfalls eine positive Wirkung auf die Bevölkerung: „Die teilweise immer noch vorhandenen Hemmungen, wenn es um die Zusammenarbeit mit Menschen aus Nachbarländern geht, sollen durch unsere Zusammenarbeit endgültig abgebaut werden. Kommende Generationen sollen von den Entwicklungen durch die Europaregion profitieren.“


Als „neue Epoche der trilateralen Zusammenarbeit“ begrüßt Ivo Grüner, Vize-Hauptmann der Region Pilsen, die neue Europaregion. „Wir werden mit der Europaregion dafür sorgen, dass unsere Unternehmen, die Bevölkerung und unsere Wirtschaft von den Entwicklungen in anderen Regionen lernen und profitieren können und werden unser Know-how beisteuern.“ Der Kreis Vysočina ist die dritte tschechische Partnerregion in der Europaregion. Der Hauptmann des Kreises, Jiří Běhounek, freut sich über die erfolgte Gründung: „Jede einzelne Region hat ihre eigenen Stärken und Potenziale. In der Europaregion können wir von den Erfahrungen der anderen Regionen profitieren und gemeinsam Zukunftsstrategien entwickeln.“

 


vlnr.: Kreishauptmann Mag. Jiri Zimola, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Staatsministerin Emilia Müller, Landesrätin (NÖ) Barbara Schwarz, Landesrat Viktor Sigl

1. Reihe vlnr: Landrat Ludwig Lankl, Landesrat Viktor Sigl, Kreishauptmann Mag. Jiri Zimola,2.Reihe vlnr.: Bezirkstagspräsident Oberpfalz Franz Löffler, Staatsministerin Emilia Müller, Landesrätin Barbara Schwarz, Kreisrat Martin Hyský, Vize-Hauptmann der Pilsner Region Ivo Grüner

 
Die Partnerregionen werden in acht bestimmten Zukunftsfeldern eng zusammenarbeiten. Ziel ist die positive Entwicklung der Region zu einem attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum in Europa. Jede Partnerregion übernimmt die Federführung in einem Themenbereich. Die acht Zukunftsfelder, die in der Vorbereitungsphase der EDM gemeinsam erarbeitet wurden, sind:

  • Die EDM als Forschungs- und Innovationsraum
    In diesem Bereich geht es unter anderem um die Zusammenarbeit von Innovations- und Technologiezentren in der Europaregion und den Aufbau von Netzwerken im Bereich Forschung und Entwicklung
  • Hochschulraum EDM
    Die EDM will trilaterale Kooperationen zwischen Universitäten und Fachhochschulen fördern, um hochqualifizierte Arbeitskräfte für die Unternehmen in der Europaregion auszubilden
  • Unternehmenskooperation und Clusterbildung
    Grenzüberschreitende Unternehmenskooperationen sollen die Wertschöpfung erhöhen und sich positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken
  • Qualifizierte Arbeitskräfte & flexibler Arbeitsmarkt
    Um qualifizierte Arbeitskräfte in der Region zu halten, wird ein offener grenzüberschreitender Arbeitsmarkt angestrebt
  • Natur- und Gesundheitstourismus, Städte- und Kulturtourismus
    Eine gute Entwicklung des Tourismus wirkt sich wiederum positiv auf die Transportbranche, auf Dienstleister und Infrastrukturen aus. Grenzüberschreitende Tourismusprojekte stärken die Region als attraktiven Urlaubs- und Lebensraum
  • Erneuerbare Energien & Energieeffizienz
    Dieser Wirtschaftszweig hat großes Zukunftspotenzial und in der Europaregion sind die Voraussetzungen für die Nutzung nachhaltiger Energiequellen optimal. Die Europaregion unterstützt den Aufbau grenzüberschreitender Netzwerke zur Weiterentwicklung dieses Bereiches
  • Mobilität, Erreichbarkeit und Verkehr
    Eine zeitgemäße grenzüberschreitende Infrastruktur ist eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur soll grenzüberschreitend abgestimmt werden.
  • Diversity, Sprache und Kultur
    Um noch bestehende Barrieren, vor allem die Sprachbarriere abzubauen, unterstützt die EDM Sprachinitiativen und Projekte zum Abbau von Vorurteilen.

 

 
Oberösterreich übernimmt die Federführung im Zukunftsfeld „Unternehmenskooperation und Clusterbildung“. „Mit der Clusterbildung verschiedener Unternehmensgruppen haben wir in Oberösterreich bereits viele positive Erfahrungen gemacht. Im Rahmen der Europaregion soll die Idee der Cluster grenzüberschreitend ausgeweitet werden, um höhere Wertschöpfungen zu erreichen und somit wiederum die heimische Wirtschaft zu stärken“, sagt Landesrat Sigl.

Der Europaregion Donau-Moldau steht ein politisch besetztes Präsidium vor, in dem jede Region vertreten ist. Die fachliche Steuerung übernimmt das trilaterale Koordinierungsgremium, es bereitet die Beschlüsse des Präsidiums auf der Verwaltungsebene vor. Für jedes Zukunftsfeld wird eine sogenannte „Wissensplattform“ eingerichtet. Die Wissensplattform ist ein Arbeitsforum, in dem regionale Experten zu einem Thema zusammenarbeiten. Jede Region betreut eine oder mehrere Wissensplattformen.

Die Europaregion will ihren Mitgliedern als Informationsdrehscheibe bei der Ausweitung und Vertiefung bestehender sowie bei der Vorbereitung neuer Kooperationen zur Verfügung stehen. Sie will die Partnerregionen bestmöglich untereinander vernetzen und Kontakte zu den richtigen Ansprechpartnern in den trilateralen Arbeitsbereichen vermitteln. Der Ausbau und die Vertiefung der Beziehungen zwischen den Partnerregionen und eine starke Position der Europaregion innerhalb Europas ist das erklärte Ziel der trilateralen Zusammenarbeit.

 

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