Das Waldviertel im Klimawandel – Was tun?

 


Mit der Auftaktveranstaltung „Das Waldviertel im Klimawandel – Was tun?“ am 23.Mai 2012in den Räumlichkeiten der Firma Sonnentor, Sprögnitz, wird das Waldviertel im Rahmen eines österreichweiten Projektes als Testregion das Thema Klimawandelanpassung prozesshaft bearbeiten. Das Projekt wird vom Umweltbundesamt sowie der Universität für Bodenkultur durchgeführt und von DI Josef Strummer, NÖ Dorf- und Stadterneuerung Waldviertel,begleitet.


Mehr als 60 interessierte Personen, darunter BH Dr. Michael Widermann, BürgermeisterInnen und GemeindevertreterInnen, VertreterInnen von Kammern und Fachleute, konnten sich über bereits merkbare und spürbare Auswirkungen der Klimaveränderung im Waldviertel informieren.
Prof. Herbert Formayer, BOKU Wien, referierte über den Klimawandel mit Fokus auf Auswirkungen auf das Waldviertel. DI Andrea Prutsch und Dr.Maria Balas, beide vom Umweltbundesamt, stellten das Projekt vor und betonten, dass die Umsetzung für Anpassung auf regionaler und lokaler Ebene passiert.
Diese Veranstaltung hatte zum Ziel, vorhandene Informationen zu den möglichen Auswirkungen des Klimawandels und dessen Konsequenzen für das Waldviertel aufzuzeigen und einen gemeinsamen Prozess zur Anpassung an den Klimawandel zu starten.

Der Klimawandel bringt sowohl Chancen, als auch Herausforderungen. Die Auswirkungen eines sich wandelnden Klimas werden vor allem auf regionaler Ebene sichtbar: eine Erhöhung der Durchschnittstemperatur birgt mancherorts sicherlich neue Potenziale für die Landwirtschaft, aber auch für den Tourismus. In anderen Regionen können hingegen durch höhere Temperaturen auch Probleme durch die verstärkte Ausbreitung wärmeliebender Arten (Schädlinge, Krankheitserreger) oder durch das häufigere Auftreten von Trockenperioden entstehen.
Es liegt in unserer Hand: Der erste wichtige Schritt zur Anpassung besteht darin, sich frühzeitig mit dem Thema zu befassen. Dadurch gelingt es, mögliche Chancen gut zu nutzen und Probleme von vornherein weitgehend zu vermeiden.

Der Klimawandel findet statt. So stieg im Alpenraum inner-halb der letzten 150 Jahre die durchschnittliche Jahrestemperatur um 1,8 °C an. Ein Anstieg, der beachtlich über dem weltweit verzeichneten Temperaturanstieg von 0,8 °C liegt. Bis zur Mitte des Jahrhunderts geht die Wissenschaft von einer weiteren Zunahme der Durchschnittstemperatur um bis zu 2,5 °C im Vergleich zur Periode 1971/2000 aus.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits heute vielerorts sichtbar. Zunehmender Rückgang der Gletscherflächen, Auftauen des Permafrostes, zunehmende Intensität und Häufigkeit von Starkregenereignissen sowie vermehrt auftretende Hitzetage und Dürreperioden sind bereits erste Signale eines sich ändernden Klimas.

 

Waldviertel_23052012_Druck_gering.pdf

Auftaktveranstaltung_Waldviertel_2012_formayer_boku_gering.pdf

FAMOUS_Flyer_Waldviertel_20022012_final.pdf


Foto:

Gruppenfoto von links nach rechts:(stehend) DI Franziska Kunyik (NÖ Landesregierung, Abteilung Umweltwirtschaft und Raumordnungsförderung), Dr. Maria Balas (Umweltbundesamt)DI Andrea Prutsch (Umweltbundesamt), Prof. Dr. Herbert Formayer (BOKU Wien), Gerhard Gruber (Klimabündnis NÖ), DI Josef Strummer (NÖ Dorf- und Stadterneuerung)(vorne) Johannes Gutmann

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