Weiterer Ausbau der HTL Karlstein mit 2. Fachrichtung dringend für Wirtschaft notwendig

 

 

Die steigende Nachfrage nach Technikern - auch im Waldviertel - war mit ein Grund, die seit Jahren in unterschiedlicher Bezirkssicht diskutierte Frage einer 2.HTL im Waldviertel auf die Tagesordnung der Beratungen der Bildungsplattform der Europaplattform Pro Waldviertel unter Koordination der Regionalmanagerin Mag.(FH) Ursula Poindl zu setzen. Aus diesem Anlass nahmen neben den üblichen Teilnehmern –Waldviertler Schulleiter und Vertreter von Waldviertler Bildungsinstitutionen sowie Gemeindevertreter - auch Mandatare der Waldviertler EU-Plattform an dieser Besprechung teil.


Die überwiegende Mehrheit - quer durch die Bezirke - ist für eine Ausweitung des vorhandenen HTL-Standortes Karlstein. „Hier ist die notwendige Infrastruktur (geeignete Räume, technische Ausstattung, Schüler-Internat, …) bereits gegeben“, berichtet Dr. Ernst Wurz, Leiter der Bildungsplattform Waldviertel, und fordert neben der - nicht nur bei Waldviertler Betrieben begehrten - Mechatronik - als 2.HTL-Richtung Facility-Management mit Gebäude- und Energietechnik. Diese Absolventen werden auch von Waldviertler Betrieben bereits nachgefragt und werden von diesen in Zukunft, um wettbewerbsfähig bleiben zu können, verstärkt benötigt.


Der geäußerte Einwand der Randlage von Karlstein und der damit verbunden erschwerten Erreichbarkeit kann durch verkehrstechnische Maßnahmen entkräftet werden, und wenn die Ausbildungsinhalte einzigartig und begehrt sind, ist die Lage eines Schulstandorte zweitrangig, wie das Beispiel Hagenberg in Oberösterreich zeigt, argumentieren die Teilnehmer der Bildungsplattform.

Das neue Kolleg „Mechatronik“ an der HTL Karlstein kann nur ein erster Schritt zum Ausbau zu einer HTL Waldviertel am Standort Karlstein sein. Damit wird für Waldviertler Schüler und Arbeitnehmer, wenn auch berufsbegleitend angeboten, eine weitere wertvolle Qualifizierungsmöglichkeit geschaffen.



Eine wirksame Maßnahme zum vielzitierten Technikermangel muss im Kindergarten und in den Volksschulen ansetzen. „Es muss durch die Lehrer bei den Kindern das Interesse an der Technik geweckt und gefördert werden, damit die nachwachsende Generation die Chancen technischer Berufe erkennen und die ansässige Wirtschaft den Technik-Fortschritt auch bewältigen kann“, fordert Dr. Wurz abschließend.

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