Von der gemeinsamen Verwaltungsidee zur realen Verwaltungskooperation

 

 

Ob es um die Lohnverrechnung, die Anschaffung von Kehrmaschinen oder den Bauhof geht – Überlegungen zur Zusammenarbeit von Gemeinden im Verwaltungsbereich sind aktueller denn je. Die Frage ist nur: Wie geht man eine solche Kooperation erfolgreich an?

Antworten darauf gab die Info-Veranstaltung für Kleinregionen „Gemeinsam schalten und verwalten“ am 18. Mai 2011 in S. Pölten. 50 TeilnehmerInnen waren der Einladung der fünf KleinregionsbetreuerInnen des Regionalmanagements Niederösterreich und der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik gefolgt. Angeregt diskutierten sie über erfolgreiche Strategien und Projekte, damit Verwaltungskooperationen zwischen mehreren Gemeinden in der Praxis gelingen.

 

Ein allgemein gültiges Rezept für Verwaltungskooperationen gibt es zwar nicht, aber eine Kooperation, die allen schmeckt, braucht jedenfalls folgende Zutaten: ein gemeinsames Ziel, Vertrauen, eine/n PromotorIn, die sprichwörtlich stimmende Chemie zwischen den AkteurInnen und einen spürbaren Profit für alle beteiligten Gemeinden. 


Patentrezept gesucht

Alle drei Vortragenden – Dr. Klaus Wirth vom Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ), Eugen Krammer, Promotor des „Verbundes aller Mödlinger Gemeinden“ (VaMöG), und Mag. Walter Andreaus, Unternehmensberater und Projektbegleiter – bestätigten dieses „Rezept“, als es um Erfolgsfaktoren und „No-goes“ bei möglichen Verwaltungskooperationen ging: Kooperationen sind eher eine menschliche, als eine technische Herausforderung – das erste gemeinsame Projekt ist das schwierigste – aus Betroffenen müssen Beteiligte werden – die Gemeinden müssen wissen, was sie wollen, aber auch, was sie keinesfalls möchten. Das heißt, auch über Nicht-Ziele muss offen gesprochen werden. Bei allen Überlegungen und guten Vorsätzen gilt aber stets: Eine Verwaltungskooperation kann erst dann erfolgreich sein, wenn man nicht nur darüber spricht, sondern es auch „tut“.


So gibt es also kein Patentrezept für gelungene Verwaltungskooperationen, aber viele gute Tipps. Eine fundierte Analyse, sowohl der Partnerinnen und Partner auf Gemeindeebene, als auch ein gemeinsames Ziel sind wesentlich, wenn Gemeinden Verwaltungskooperationen tatsächlich starten. Chancen und Zukunftsaspekte müssen dabei ebenso in Betracht gezogen werden, wie Risiken – davon konnten sich die TeilnehmerInnen beim Workshop überzeugen.

 

Infos verfügbar

Sämtliche Vorträge und Unterlagen der Veranstaltung stehen auf der Homepage der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik zum Download bereit:

www.raumordnung-noe.at => Region => Kleinregionen => Aktuelle Veranstaltungen.

 

Themenbogen vom Kleinregionentag zur Infoveranstaltung

Seit einigen Jahren laden das Regionalmanagement Niederösterreich und die Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik jährlich zu zwei Veranstaltungen für Kleinregionen: Beim Kleinregionentag im Herbst wird stets ein Thema vorgestellt, das bei einer Informationsveranstaltung im darauf folgenden Frühjahr im Detail beleuchtet und diskutiert wird. So hatte sich der Kleinregionentag 2010 dem Thema „Verwaltung & Bürgerservice“ gewidmet, was seine Fortsetzung nun bei dem Treffen am 18. Mai gefunden hat. So bleiben „Verwaltung & Bürgerservice“ jedenfalls noch bis zum kommenden Kleinregionentag im Herbst 2011 heiße Eisen für Kooperationen in den NÖ Kleinregionen, wahrscheinlich aber auch darüber hinaus.

 

 

Kontakt:
Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik
Mag. Marianne Vitovec
Tel. 02742/9005-14762
E-Mail: marianne.vitovec@noel.gv.at

 

Regionalmanagement Niederösterreich – Kleinregionsbetreuung Waldviertel
DI Johannes Bichl
Tel. 0676/812 20 218
E-Mail: johannes.bichl@rm-waldviertel.at

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