Gesundheitsversorgung darf keine Grenzen kennen

Auf Einladung der EUREGIO SILVA NORTICA Vorsitzenden Abgeordneter Ing. Johann Hofbauer und Ing. Frantisek Stangl trafen im Rahmen einer Ausschusssitzung Gesundheitslandesrat Ing. Maurice Androsch und die Kreisrätin für Gesundheit von Südböhmen Mgr. Ivana Stráská im Krankenhaus Jindřichův Hradec zusammen.  

 

 

 


Das Landesklinikum in Gmünd ist seit Jahren mit seinem Projekt „health across“ ein europäisches Vorbild für grenzüberschreitende Gesundheitsdienste. Über tausend Patienten aus der südböhmischen Nachbarregion konnten bisher im Gmünder Krankenhaus versorgt werden.

Gerade in Akutfällen kann es lebensrettend sein, wenn das geografisch nächste Krankenhaus in Anspruch genommen werden kann, auch wenn sich dieses – so wie beispielsweise für die Bewohner von Česke Velenice – auf der anderen Seite der Staatsgrenze befindet.

Um diese Versorgung aber zu ermöglichen sind eine Reihe von Fragen der Verrechnung und der gesetzliche Rahmenbedingungen zu klären. Hier hat das Projekt „health across“ bereits Pionierarbeit geleistet.

Landesrat Androsch und Kreisrätin Stráská sind sich einig, wie wichtig es ist in diesem Bereich die Zusammenarbeit fortzusetzen. „Auch Menschen aus dem Waldviertel sollen Gesundheitsdienste in den modernen Krankenhäusern Jindřichův Hradec und Budweis in Anspruch nehmen können. Bisher ist bei der österreichischen Bevölkerung noch wenig über das Gesundheitsangebot, wie zum Beispiel eine Dialysestation, wenig bekannt“ so die Gesundheitskreisrätin Stráská.

Landesrat Androsch sagte seine Unterstützung für einen Abbau noch bestehender Hürden bei der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung zu. „Wir werden eine Expertengruppe nominieren, die mit den tschechischen Kollegen die praktische Umsetzung vorbereitet. Auch eine Vereinfachung des Einsatzes von Rettungseinsätzen über der Staatsgrenze muss erreicht werden. Es kann nicht sein dass 25 Jahre nach Fall des Eisernen Vorhangs Rettungsautos immer noch vor der Staatsgrenze stehenbleiben müssen.“


Für Abg. Ing. Johann Hofbauer sind die Treffen im Rahmen der EUREGIO SILVA NORTICA ein Beweis dafür, wie wichtig eine kontinuierliche grenzüberschreitende
Abstimmung der Regionen Waldviertel und Südböhmen ist.

„Sowohl unsere Probleme als auch die sich bietenden Chancen im Waldviertel lassen sich nur in Zusammenarbeit mit den umliegenden Regionen richtig einschätzen. Herausforderungen können nur gemeinsam gelöst und Chancen nur gemeinsame genutzt werden.“


Fotos © Heinzl
ERSN Vorsitzender Ing. Frantisek Štangl, Bürgermeister von Jindřichův Hradec Stanislav Mrvka, Gesundheitskreisrätin Mgr. Ivana Stráská, Landesrat Ing. Maurice Androsch und EUREGIO Vorsitzender Abg. Ing. Johann Hofbauer (v.l.n.r.)

Im Foto 2 zusätzlich: ERSN Geschäftsführer Mag. Pavel Hlozek (links) und Regionalmanager Thomas Samhaber (rechts)



 

Unsere Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Infos