EINBINDUNG DER LOKALEN UND REGIONALEN AKTEURE IN DIE EU-PROGRAMMGESTALTUNG


Niederösterreich bei den Open Days 2013 in Brüssel

Regionen und Städte bilden die Basis der Europäischen Union. Eine Abstimmung der Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft ist nicht nur zwischen den Regierungen der Mitgliedsstaaten nötig, sondern auch zwischen den einzelnen vielfältigen Regionen der EU. Die jährlich stattfindenden Open Days in Brüssel bieten dazu eine gute Möglichkeit. Sie dienen dem Informations- und Erfahrungsaustausch, dem Netzwerken, dem Lernen an guten Beispielen und dem Vorstellen eigener Projekte.
Die diesjährigen Open Days standen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die neue EU-Programmperiode 2014-2020 in den Städten und Regionen der EU. Niederösterreichs Beitrag in Brüssel war einerseits ein Vortrag von Mag. Simon Ortner, Amt der NÖ Landesregierung – Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik, zur Einbindung der lokalen und regionalen Akteure in die EU-Programmplanung und einem Workshop des Verbindungsbüros Niederösterreichs in Brüssel und dem Regionalmanagement Niederösterreich zur grenzüberschreitenden und innerregionalen Raumplanung in Stadt-Umland-Regionen. Fr. Charlina Vitcheva von der Europäischen Kommission, Direktorin der Abteilung für Integratives Wachstum städtischer und territorialer Entwicklung und Nordeuropa, konnte für die Moderation gewonnen werden.


Ortner: “Niederösterreich ist durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der lokalen und regionalen AkteurInnen mit der Landesregierung ein Musterbeispiel für viele Mitgliedsstaaten der EU. Die strategische Zusammenarbeit auf Basis der Regionalverbände in Abstimmung mit den Zielen des Landes hilft uns die Lebensqualität im Land hoch zu halten. Länder wie Litauen, Estland, Polen oder Großbritannien, bei denen die regionale Ebene weniger Stellenwert einnimmt, erkennen den Wert einer solch breiten Einbindung. Wir setzen dazu unsere Fördermittel zielgerichtet in Projekte ein, die solche Beteiligungen ermöglichen!“

Städte und ihr Umland stehen vor besonderen Herausforderungen. Der Zuzug von Menschen in die Städte und deren Umgebung ist enorm und wird weiter steigen. Diese Entwicklung ist bei der Raumplanung zu berücksichtigen. Sie muss Mittel und Wege finden und aufzeigen, die vorhandenen Flächen bestmöglich zu nutzen und eine entsprechende Mobilität zu ermöglichen.
Niederösterreich arbeitet im Bereich Raumplanung auch mit den Nachbarregionen Tschechien, Slowakei und Ungarn zusammen.
Die Basis für eine gemeinsame grenzüberschreitende Raumentwicklung wird in den Projekten „ERRAM cross border“ und BAUM (Bratislava Umland Management) und Alpen-Karpaten-Korridor entwickelt. Vorgestellt wurden diese Projekte bei den Open Days von Mag. Hajnalka Triteos-Meidlik, REGIONALMANAGEMENT NIEDERÖSTERREICH.

Ein gutes Beispiel konnte Salzburg mit dem Projekt „EULE“ präsentieren. Ähnlich wie die niederösterreichischen „ERRAM“-Projekte werden die Raumplanungsdaten zwischen Salzburg und Bayern abgestimmt und in den Landesentwicklungskonzepten beider Staaten berücksichtigt.
Ebenfalls erfolgreich ist die Kooperation der Städte Straßburg in Frankreich und Kehl in Deutschland. Eine große und eine kleine Stadt getrennt durch den Rhein haben mittels eines gemeinsamen Stadtentwicklungskonzeptes die Naherholungsräume erweitert und die Möglichkeit zur Schaffung gemeinsamer sozialer Dienstleistungseinrichtungen aufgezeigt.
Der tschechische Kreis Vysocina, Polen und die Türkei stellten ihre Pläne für eine bessere vor allem innerregionale Raumplanung im Spannungsfeld Städte und Umland vor. Sie planen vor allem durch Subventionen die Zusammenarbeit zu forcieren.
Varna, Bulgarien, wiederum arbeitet konkret am Ziel Jugendhauptstadt Europas 2016 zu werden und orientiert die Stadtplanung ganz an den Bedürfnissen der Jugendlichen.

Die Teilnahme an den Open Days hat Niederösterreich wieder bekannter gemacht, hat gezeigt, dass wir im Vergleich mit den anderen EU-Partnerregionen auf einem guten Weg sind. Anregungen und aktuelle Informationen zu den Möglichkeiten in der neuen Programmperiode 2014-2020 können nun in die tägliche Arbeit einfließen.

Kontakt:
Helene Maria Mader und DI Andreas Weiß
Regionalmanagement Niederösterreich
Helene.mader@regionalmanagement-noe.at
a.weiss@industrieviertel.at

www.opendays.europa.eu
www.regionalmanagement-noe.at
www.raumordnung-noe.at
www.ba-um.eu
http://www.raumordnung-noe.at/index.php?id=318 (ERRAM cross border)
www.alpenkarpatenkorridor.at
www.centropemap.org

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