Kleinregion Waldviertler StadtLand: Frauen und Technik

Frauen und Technik? Teil 2: Tierpflegerin Natascha Peichl erzählt von ihrem Alltag mit Tier und Technik. Als Tor zum Naturpark Hochmoor Schrems und Heimat der beiden tierischen Publikumsmagnete Laszlo und Luca ist das UnterWasserReich Schrems weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Dass der reibungslose Betrieb des beliebten Naturerlebniszentrums nur dank der guten Zusammenarbeit des UWR-Teams möglich ist, ist uns beim Spaziergang quer durch bunte Aquarien und spannende Hightech-Mikroskope aber nicht immer bewusst.

   

 


Eine besondere Rolle in diesem Team spielt der Tierpfleger -  in unserem Fall,  die Tierpflegerin. Denn im UWR wird dieser Beruf von einer engagierten jungen Frau ausgeübt, die schon von Kindesbeinen an große Freude an der Beschäftigung mit Tieren hatte. Ihr Name ist Natascha Peichl, sie ist gebürtige Schremserin und hat sich im zweiten Bildungsweg für den Lehrberuf der Tierpflegerin entschieden. Nach der theoretischen Ausbildung beim BFI in Wels konnte sie praktische Erfahrungen im Zoo Schmiding, im Alpenzoo Innsbruck und im Zoo Salzburg sammeln.

Auf die Frage, warum sie sich für diesen nicht gerade „frauentypischen Beruf“, der neben einem „guten G’spür“ für Tiere und scharfer Beobachtungsgabe auch die Bereitschaft zum Ausmisten und Bedienen technischer Geräte erfordert,  entschieden hat, antwortet Natascha Peichl: „Da ich großes Interesse an der Arbeit mit Tieren habe und ich mich auch sehr gerne mit ihnen beschäftige, ich mich aber auch für den technischen Hintergrund in einem Zoobetrieb interessiere, war das die ideale Berufswahl für mich“.  Es sind gerade die unvorhergesehenen Ereignisse, die täglichen Herausforderungen im Umgang mit den Tieren, die ihren Beruf für Natascha Peichl zu etwas Besonderem machen: „Mir gefällt an meinem Beruf, dass er sehr abwechslungsreich ist und mir nie langweilig wird. Ich werde oft mit neuen Situationen konfrontiert,  wo schnell Lösungen gefunden werden müssen“.  In der Tat ist dieser Beruf sehr facettenreich, wie die Tierpflegerin mit Leib und Seele erläutert: „Tiere, die nicht in ihrer natürlichen Umgebung aufwachsen, müssen vom Menschen betreut und gepflegt werden. Ein Tierpfleger weiß über die Ansprüche der Tiere an ihren Lebensraum  und an die Futtermittel Bescheid und kann Anlagen und das Gehege entsprechend gestalten. Man verfolgt als Tierpfleger Veränderungen und Auffälligkeiten im Verhalten, Aussehen und im Gesundheitszustand und man sollte auch wissen, welche Maßnahmen man gegebenenfalls ergreifen muss.“ Neben Freude an Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein sollten TierpflegerInnen in spe auch ein gewisses technisches Grundverständnis mitbringen: „Es gehört auch zu diesem Job dazu, dass man mit diversen technischen Geräten zu tun hat und diese auch im Bedarfsfall bedienen kann. Zu diesen Geräten zählen z.B. Pumpenanlagen, Schaltkästen, Filteranlagen usw.“

In Schrems hat Natascha Peichl das perfekte Umfeld für die Ausübung ihres Berufes gefunden: „Ich lebe sehr gerne in der Region, da ich mich hier bedingt durch die wunderschöne Umgebung mit den Naturparks, den freundlichen Menschen und der für mich positiven Infrastruktur sehr wohl fühle. ARBEIT-FREIZEIT-LEBEN - für mich sind hier alle drei Komponenten voll erfüllt!“ An Mädchen und junge Frauen, die Interesse an Handwerk und Technik haben, wendet sie sich mit einer Botschaft: „Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass sich Frauen und Mädchen auch zutrauen in einen handwerklichen oder technischen Beruf zu gehen, da es meistens nicht am Können und am Interesse scheitert, sondern an der Angst aus der Norm zu fallen, wenn man einen ‚Männerberuf‘ erlernen möchte.“


Weitere Informationen:

Kleinregion Waldviertler StadtLand, Mag. Viktoria Prinz

eMail: kleinregion@waldviertler-stadtland.at, Tel: 02852/52506-330 

Fotocredit: UnterWasserReich Schrems

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