Landwirtschaft im Waldviertel

Solange sich Menschen von den Früchten der Erde ernähren, wird die Landwirtschaft eine Stütze unserer Gesellschaft sein.

 

Landwirtschaft hat also durchaus Zukunft!

  

Die Fläche des Waldviertels wird zu 51 % landwirtschaftlich genutzt und 41 % sind bewaldet. Besondere topografische und klimatische Verhältnisse zeichnen diese Region aus, was einerseits die Produktion erschwert, andererseits eine besondere Qualität bei vielen Feldfrüchten, wie den Kartoffeln und den Kräutern, erzeugt. 

 

Die biologische Landwirtschaft hat sich in dem letzten Jahrzehnt kontinuierlich weiterentwickelt und liegt in fast allen Bezirken über dem Landesdurchschnitt. Auf die Initiative Gentechnikfreies Waldviertel ist hier hinzuweisen, bei der an die fünftausend Bauern und Bäuerinnen auf den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut freiwillig verzichten.

  

Der Wald ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, wo mehr als fünfzig Prozent des Waldbesitzes in der Hand der Landwirte liegen. Die Weiterentwicklung der bestehenden Holz-Nutzungskooperationen sorgt für die Verbesserung der Wertschöpfung aus dem Wald. Besonders der steigende Biomassebedarf für die Wärmeenergie ist eine künftige Chance für alle Waldbesitzer.

 

 

Betriebsstruktur

 

  • Zahl der Betriebe stark gesunken
  • Betriebsrückgang liegt über NÖ-Durchschnitt
  • ungünstige Betriebsstruktur: kleine, verstreute Parzellen
  • Zusammenlegung zu großen Schlägen oft schwierig
  • Fläche pro Betrieb wird zunehmend größer

 


 

Produktion  

 

  • Tierhaltung ist rückläufig
  • Karpfenproduktion ist stabil
  • Nischenproduktion bei Gänsen, Enten, Strauße, ... wird genutzt
  • Rückgängig ist der Anbau von Kartoffel und Roggen
  • Flächenerweiterungen bei Mohn, Gewürzkräutern, Heilpflanzen
  • Neu ist die Flächennutzung für Biogasproduktion

 


 

Schwächen

 

  • Topografische und klimatische Bedingungen bringen geringes Ertragspotential der pflanzlichen Erzeugung und hohe Produktionskosten
  • Einseitige Orientierung
  • Enge Produktpalette
  • Fehlende Kooperationen der Betriebe
  • Geringe Vernetzung zwischen LW und Tourismus

 


 

Ziele

  • Weiterer Ausbau der biologischen Produktion
  • Weiterentwicklung von Nischenprodukten
  • Bildung von Kooperationen, vor allem mit Tourismus und Wirtschaft
  • Verbesserung der grenzüberschreitenden Kooperationen
  • Schaffen einer gentechnikfreien Zone im Waldviertel
  • Der Landwirt/Forstwirt als Energiewirt
  • Diversifizierung der Landwirtschaft in Richtung Direktvermarktung, Urlaub am Bauernhof, Dienstleistungen, ...
  • Regionale Vermarktung