Tag der Waldviertel-Linie

Gratisfahrten, Lob und Anpassungswünsche


Verkehrslandesrat Mag. Johann Heuras hob den „Tag der Waldviertel Linie“ anlässlich des europäischen autofreien Tages in Vitis aus der Taufe. 2011 soll dieser wieder am 22. September statt finden und die Waldviertel-Linie besonders hervorheben.

 

Viele der Besucherinnen, unter ihnen die Vzbgm. Etzenberger aus Gföhl und der Bgm Gottsbachner aus Langschlag, kamen mit der Waldviertel-Linie, die im ganzen Waldviertel gratis fuhr. Am Festplatz bei der Hauptschule in Vitis konnten Elektrofahrzeuge: Räder, Scooter und Autos getestet werden sowie Informationen zu Verkehrssparen eingeholt werden. Gut besucht war der Stand vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), der über die Fahrplangestaltung informierte und Änderungsvorschläge für die Waldviertel-Linie entgegen nahm. Die SchülerInnen der Hauptschule Vitis demonstrierten den Platzbedarf eines PKWs, unglaubliche 64 Personen füllen einen normalen PKW-Parkplatz. Stehen lassen wollte Frau Bürgermeisterin Töpfl ihr Auto und stellte dieses für eine Verhüllaktion zur Verfügung.

 

Beim Runden Tisch diskutierten Fachleuten über ein Waldviertel ohne PKW. Möglich ist eine Reduzierung des Individualverkehrs durch das neue Busangebot. Seit Dezember 2009 fährt die Waldviertel-Linie, meist mit geringen Fahrgastzahlen. Aus dem Publikum kam mehrmals der Wunsch nach mehr Haltestellen. Manche Gemeinden fühlen sich vom öffentlichen Netz ausgeschlossen, da die Busse nicht stehen bleiben.

Prof. Zibuschka erklärte die Grundzüge des Konzeptes der Waldviertel-Linie. Diese sieht vor, dass die Busse die Gemeinden mit dem jeweiligen Zentrum schnell und bequem verbinden. Schnell kann ein Bus aber nur sein, wenn er fährt und nicht zu oft stehen bleiben muss. Kritik gab es auch daran, dass die Anbindung mit der Franz-Josefsbahn nach Wien nicht ideal ist. VOR wird die Anfragen bearbeiten und nach Möglichkeit wird der Fahrplan angepasst. Durch die Waldviertel-Linie wurden 2 Mill. Buskilometer neu geschaffen, die Kosten belaufen sich auf 4 Millionen € pro Jahr, die vom Land NÖ getragen werden. 5 Jahre wird das System gefahren. Sollten die Fahrgastzahlen ähnlich niedrig bleiben wie jetzt, wird das System wieder eingestellt.

 

Kritisiert wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Verkehr. Dabei wurde der Wiederaufbau der Thayatalbahn von deren AnhängerInnen vehement gefordert. Prof. Zibuschka legte die Fakten auf den Tisch: die Anzahl der Grenzübertritte beim Grenzübergang Fratres bewegen sich zurzeit bei durchschnittlich  400 am Tag, damit gehört er zu den am wenigsten frequentierten Grenzübergänge in NÖ. Prognosen lassen keine wesentliche Steigerung erwarten, dadurch sind Maßnahmen zum Wiederaufbau der Bahn nicht rentabel.  Ein Bahnkilometer kostet 9,00 €, ein Buskilometer 2,5 – Infrastrukturkosten nicht mit eingerechnet.

Beim Güterverkehr ist die Situation leider nicht besser. Für Unternehmer zahlt sich das Transportieren von Gütern mit der Bahn erst ab einer Gesamtstrecke von 300 KM aus. Darunter ist es einfach zu teuer, daher gibt es von Seiten der Unternehmer für das Nutzen der Thayatalbahn keine fixen Zusagen.

 

Großes Lob bekamen die Chauffeure der Waldviertel-Linie. Etliche der Anwesenden Fahrgäste hatten sehr positive Erfahrungen gemacht. Frau Maria Weinberger, die als Fahrgast am Runden Tisch teilnahm, war auch voll des Lobes. Für sie, die kein Auto besitzt, hat sich die Situation mit der Waldviertel Linie stark verbessert. Sie ist wesentlich mobiler geworden.

Einigkeit herrschte darüber, dass die Waldviertel-Linie besser bekannt gemacht werden muss und einige Adaptierungen durch geführt werden müssen.

 

Foto von links nach rechts:

Elisabeth Wagner, Univ.-Prof. HR Dr. DI Friedrich Zibuschka, Mgr. Pavel Hložek, DI Michael Reinbacher, LAbg. Franz Mold, Bgm. Reinhard Deimel, BR. Martina Diesner-Wais, Maria Weinberger, DI Ivan Študlar, LAbg. Amrita Einzinger, DI Jiři Doubek (verdeckt), LAbg. Franz Edlinger, Bgm. Anette Töpfl, Bgm. Dir. Maximilian Igelsböck, LR Mag. Johann Heuras, LAbg. Franz Hofbauer, DI Petra Schön, Walter Anton, DI Josef Strummer, Mag. Claudia Daniel

 

Teilnehmende Organisationen

Euregio Silva Nortica

Regionalmanagement NÖ, Büro Waldviertel

Kleinregion Zukunftsraum Thayaland

Verkehrsverbund Ostregion

Klimabündnis NÖ

Dorf- und Stadterneuerung NÖ, Büro Waldviertel

„die umweltberatung“

Energieagentur der Regionen

 

Weitere Aussteller:

Postbus AG

Dr. Richard

Pichelbauer-Reisen

Firma Appel

Verein Zuversicht – Projekt Mühlenhof - RadVit

Autohaus Heidenreichstein

Miksche KEG

Firma Kuhn

Autohaus Wais

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:
Projektverein Waldviertel

Helene Maria Mader

02822/9025 20218 oder helene.mader@rm-waldviertel.at