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Wenzelskrone von LH Dr. Erwin Pröll in Empfang genommen
  

Replik der Krone und Funeralinsignien als symbolträchtige Objekte der NÖ Landesausstellung 2009


Erster Höhepunkt der NÖ Landesausstellung 2009 bereits 10 Tage vor der Eröffnung: Am 7. April 2009, konnten NÖ Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Kurator Univ-Prof. Dr. Stefan Karner wertvolle Objekte aus Prag entgegennehmen.

Ein eskortierter und gesicherter Transport brachte die Replik der Wenzelskrone und Funeralinsignien des Hauses Habsburg (Krone, Zepter und Reichsapfel) von 1576–1577 nach Horn. Mgr. Jaroslav Sojka und Vaclav Soukup übergaben im Auftrag der Prager Burg die wertvollen Exponate aus Prag. „Zweifelsohne ist das der erste Höhepunkt der NÖ Landesausstellung, die in 10 Tagen eröffnet wird. Die Replik der Wenzelskrone und die Funeralinsignien zählen zu den interessantesten Exponaten der Ausstellung und sind gleichzeitig wichtiges und zukunftsweisendes Symbol für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die mit dieser Schau die nächste Etappe erreicht hat“, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner: Die NÖ Landesausstellung 2009 lebt vom Aufeinanderzugehen, davon Grenzen zu überwinden. „Dass diese Exponate hier gezeigt werden, ist der Beweis, dass man Grenzen überwinden kann und soll.“

Replik der Wenzelskrone

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll vereinbarte mit dem Präsidenten der Tschechischen Republik, Václav Klaus, die Leihgabe der Replik der Wenzelskrone aus dem Prager Domschatz. Die Replik wurde für die Weltausstellung in Hannover im Jahr 2000 eigens hergestellt. Seitdem wird sie erstmals wieder im Ausland präsentiert, anlässlich der Niederösterreichischen Landesausstellung 2009, ÖSTERREICH.TSCHECHIEN. geteilt – getrennt – vereint, am Ausstellungsstandort Horn.

Diese Replik ist normalerweise in der Prager Burg, im sogenannten Domschatz zu sehen. Bei der Niederösterreichischen Landesausstellung wird die wertvolle Replik als Highlight gleich im ersten Raum in Horn präsentiert – der Raum behandelt die jahrhundertelange gemeinsame Geschichte der beiden Länder.

Der Kronschatz, aus dem die Wenzelskrone stammt, ist nach der Prager Burg das wichtigste nationale Symbol der Tschechischen Republik und hat auch für die österreichische Geschichte große Bedeutung, da die Habsburger ab 1527 die Krone als böhmische Könige trugen. Er wird in der Schatzkammer im Veitsdom aufbewahrt. Nur der Präsident der Republik kann entscheiden, wann der Kronschatz gezeigt wird. Der Zugang zur Schatzkammer und der Safe selber sind mit sieben Schlüsseln gesichert. Alle  Schlüsselträger müssen anwesend sein, um ihn aufzusperren.

Schlüsselträger sind:
- Präsident der Republik
- Premierminister
- Erzbischof von Prag
- Vorsitzender des Abgeordnetenhauses
- Vorsitzender des Senats
- Bürgermeister von Prag
- Metropolitan-Kapitel des Veitsdoms

Der Kronschatz wurde zuletzt 2008 im Prager Veitsdom für wenige Wochen der Öffentlichkeit präsentiert. Anlass war die 90-Jahr-Feier der Republikgründung. Zuvor war er 1998 im Veitsdom zu sehen.

Die Originalkrone wurde von Karl IV. anlässlich seiner Krönung 1347 in Auftrag gegeben. Basis war die alte Krone der Premysliden. Karl IV. verfügte in seinem Testament, dass die Juwelen im Prager Veitsdom aufbewahrt werden. Der letzte Habsburger, der mit der Wenzelskrone in Prag gekrönt wurde, war Ferdinand der Gütige 1836. Um die Wenzelskrone rankt sich die Legende, dass jeder, der sie zu Unrecht trägt, binnen eines Jahres eines gewaltsamen Todes stirbt. Angeblich setzte sich im Wissen um diese Legende der amtierende stellvertretende Reichsprotektor und einer der Schlüsselfiguren des Holocaust, Reinhard Heydrich, bei einer symbolischen Schlüsselübergabe in der Krönungskammer neben dem Prager Veitsdom am 19. November 1941 kurz die Wenzelskrone auf, um die Legende zu widerlegen.

Heydrich starb kurze Zeit später an den Folgen eines Attentats im Juni 1942. Diese Geschichte ist allerdings nicht gesichert, kam sie doch erst nach seinem Tod auf.

Funeralinsignien aus dem Prager Domschatz 1576–1577 
Augsburger Plattner (unbekannt)

Die Insignien bestehen aus der Krone des Heiligen Römischen Reichs, dem Zepter und dem Reichsapfel. Sie wurden 1576–1577 in Augsburg zur Zeit Kaiser Maximilians II. in Auftrag gegeben. Funeralinsignien werden bei Trauerfeiern für Herrscher verwendet; es sind dies Nachbildungen von Herrschafts-Insignien. Im Falle der römisch-deutschen Kaiser und Könige ist es seit dem späten Mittelalter üblich, die Funeralinsignien mit dem aufgebahrten Herrscher zu präsentieren und sie beim Trauerzug mitzuführen. Auch beim Begräbnis Kaiser Franz Josephs I. wurden die Funeralinsignien seiner Kronländer mitgeführt. Auf alten Fotografien, die seine Aufbahrung abbilden, sieht man die Funeralinsignien im Vordergrund.



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