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LH Dr. Erwin Pröll in Telc
  

 

Am 29.1.2009 trafen einander Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann von Niederösterreich und MUDr. Jiří Běhounek, Kreishauptmann des Kreises Vysočina, um gemeinsam das NÖ Landesausstellungsjahr 2009 zu begrüßen.


 

„20 Jahre nach Fall des Eisernen Vorhangs sind zwar Stacheldraht und Grenzbalken verschwunden, allerdings sind in vielen Köpfen nach wie vor Barrieren vorhanden. Umso mehr wollen wir mit diesem gemeinsamen, zukunftsweisenden Projekt von Niederösterreich mit unseren Partnern in Tschechien die Nachbarschaft vertiefen und so einen weiteren Schritt zum Zusammenwachsen der Regionen setzen. Zum anderen geht es auch darum, mit dieser Ausstellung das Kulturland Niederösterreich über die Grenzen hinaus zu präsentieren und so Impulse für den Tourismus zu setzen“, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll zur Bedeutung der NÖ Landesausstellungen 2009.

 

MUDr. Jiří Běhounek, Kreishauptmann des Kreises Vysočina: „20 Jahre nach der Wende würde ich mir wünschen, dass österreichische und tschechische Besucher der NÖ Landesausstellung 2009 die gemeinsame Geschichte beider Länder entdecken, Unterschiede und Gemeinsamkeiten suchen und Vorurteile abbauen. Die Schau bietet mit seinem reichen Begleitprogramm Gelegenheit, Freundschaften zu knüpfen und wird zum gegenseitigen Verständnis beitragen. Die Zusammenarbeit an diesem Kulturprojekt ist der Beitrag Vysočinas zum tschechischen EU-Ratsvorsitz und zugleich auch der Beitrag zur Vertiefung der Kooperation zwischen den europäischen Ländern.“

 

Österreich.Tschechien.: gemeinsame Geschichte – gemeinsame Ausstellung

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die gemeinsame Geschichte zweier Nachbarn: Österreich und Tschechien mit einem Schwerpunkt auf den Regionen Waldviertel und Vysočina. Österreicher und Tschechen sind in ihrer Geschichte gleichsam schicksalhaft miteinander verbunden – in einer Geschichte des Miteinanders und Gegeneinanders, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind. Österreichische und tschechische Historiker erarbeiteten unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner, Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung und Dekan der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität Praha (Prag), PhDr. Michal Stehlík die Ausstellung. Die Schau greift auf einen breiten Fundus an Exponaten zurück, aus staatlichen Archiven und Museen Österreichs und Tschechiens sowie aus privaten Sammlungen. Zusammen werden sie ein vielfältiges, spannendes und verständliches Bild der gemeinsamen Geschichte zeigen.

Auch die Bevölkerung wirkt durch eine große zeitgeschichtliche Sammelaktion an der Ausstellung mit, ihre Leihgaben werden in die Ausstellung eingebaut. Die eigene, persönliche Vergangenheit wird so Teil der Geschichte.

 

Drei Standorte – drei Schwerpunkte

 

An jedem Standort – im Kunsthaus in Horn, im Lindenhof in Raabs und im tschechischen Telč (Schloss Telč, Rathaus und Městská galerie Hasičský dům) – werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt:

In Horn beginnt die Zeitreise mit Schwerpunkt auf das 20. Jahrhundert. Der Verlauf und die Ereignisse des letzten Jahrhunderts spannen einen weiten Bogen: von der „grenzenlosen“ gemeinsamen Geschichte in der k.u.k.-Monarchie unter der Herrschaft der Habsburger, über die getrennten Wege nach 1918, die Schrecken der NS-Zeit, den „Kalten Krieg“ und den „Prager Frühling“ 1968 bis hin zur Öffnung des „Eisernen Vorhangs“ und der Mitgliedschaft Österreichs und Tschechiens in der Europäischen Union.

 

In Raabs wird die Grenze erlebbar: Dem Besucher wird die konkrete physische Grenze, das Leben an und mit der Grenze, aber auch die „Grenze in unseren Köpfen“, präsentiert: Ideologien, Nationalismus, Symbole, Kultur und Religion können auch Grenzen erzeugen. Neben den Symbolen der Trennung werden auch Beispiele für das Überwinden von Grenzen gezeigt.

 

Das gemeinsame Kulturschaffen Österreichs und Tschechiens wird in Telč in seiner Vielfalt gezeigt: Von der Musik über die Literatur, die bildende und die darstellende Kunst bis hin zur Architektur. Joseph Haydn, Gustav Mahler, Josef Hoffmann, Josef Florian, Josef Alois Schumpeter, Franz Werfel und Egon Schiele sind nur einige der vielen Künstler, deren persönliche Geschichte mit beiden Ländern verbunden ist.

 

Einmalige Chance für die Regionen

 

Neben den Chancen, die die Landesausstellung auf nachbarschaftlicher Ebene, im Großen wie im Kleinen bringt, sind es die wirtschaftlichen, touristischen und kulturellen Impulse, von denen die Regionen zusätzlich profitieren werden. Die Erhöhung des Bekanntheitsgrades über die Grenzen hinweg steht ebenso im Vordergrund wie Infrastrukturmaßnahmen sowohl in den Ausstellungsstädten als auch in den Regionen. Tourismusbetriebe und Handel werden von den zusätzlichen Besuchern durch die Landesausstellung massiv profitieren. Der Effekt soll nachhaltig wirken, daher bereiten sich Regionen und Betriebe vor, um die Qualität des Angebots auch langfristig zu sichern und die Besucher zu überzeugen, dass es sich lohnt, die Regionen auch in den kommenden Jahren zu besuchen.

 

Die Arbeiten gehen in Horn, Raabs und Telč gut voran. Die niederösterreichischen Ausstellungsstandorte, Kunsthaus Horn und Lindenhof Raabs, wurden saniert und ausgebaut. Leit- und Infosysteme sowie Parkplätze in allen drei Orten werden angelegt oder verbessert, technische Ausstattungen für Veranstaltungen angeschafft. Mit dem Ausbau der Straßen und einer Verbesserung der Anbindung an die Systeme des öffentlichen Verkehrs sowie einem Shuttlebus, der die Ausstellungsstandorte verbindet, werden die Verbindungen zu den Nachbarn verbessert.

 

All das ist durch die Finanzierung aus dem Programm "Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ)" Österreich – Tschechien und dem Projekt REILA (Regionaler Impuls Landesausstellung 2009) möglich.

 

Reichhaltiges Rahmenprogramm und viele Extras in den Regionen

 

Das Waldviertel und Vysočina laden alle Besucher ein, die Geheimnisse der Regionen zu entdecken, unberührte Natur zu erforschen oder einfach die Gastfreundlichkeit zu genießen. Dafür wird es im Landesausstellungsjahr einige besondere Extras geben, z.B. einen dreisprachigen virtuellen Ausflugsplaner für die Landesausstellungsregion, ein erweitertes Freizeitangebot oder eine neue Wander- und Radwegekarte mit Anbindung an das tschechische Wegenetz. Gruppenangebote und zahlreiche Veranstaltungen vom Drachenbootrennen bis zur Airshow 09 runden das Angebot rund um die NÖ Landesausstellung 2009 ab.

Bereits jetzt sind Gruppenbuchungen und Führungsreservierungen möglich.

 

Foto: NÖ Pressedienst

(von links): Univ. Prof. Dr. Stefan Karner, Landeshautpmann Dr. Erwin Pröll, Bürgermeister Mgr. Roman Fabes, Kreishauptmann MUDr. Jiří Běhounek



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 Junge Uni Waldviertel erhäl
  123 Jugendliche aus Österreich und Tschechien erlebten Uni-Alltag im Rahmen der NÖ Landesausstellung 2009 und bewiesen, dass gemeinsames Studieren und Forschen grenzenlos stattfinden kann.  >>
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  Cappella „Ars Musica“ unter Maria Magdalena Nödl steht heuer ganz im Banne eines der wesentlichsten Werke der großen Chorliteratur. Die Konzerte finden am Samstag, 24.10.2009 um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche Ravelsbach und am Sonntag, 25.10.2009 um 16.00 Uhr im Kloster Pernegg statt.  >>
 NÖ Komödienherbst in Horn:
  Der KomödienHerbst NÖ freut sich dieses Jahr auf die Aufführungen der tschechischen Komödie „Die Sache Makropulos“ von Karel Čapek als Kooperation mit dem Südböhmischen Theater in Budweis und der Landesaustellung Niederösterreich. Termin: 30. Oktober 2009, 11 Uhr und 20 Uhr im Vereinshaus Horn  >>
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